Bauamt Nordrhein-Westfalen
Bauamt Ennepetal
Das Baurecht ist in Deutschland Ländersache, das Genehmigungsverfahren läuft aber vor Ort. Für Ennepetal bedeutet das eine klare Zuordnung, die sich aus dem Gemeindestatus und der Kreiszugehörigkeit ergibt. Nachfolgend steht, welche Behörde über den Bauantrag entscheidet.
Kurze Antwort
Für Bauanträge in Ennepetal ist in der Regel Kreis Ennepe-Ruhr-Kreis zuständig. Die Stadt ist kreisangehörig; größere Städte können abweichend selbst Baurechtsbehörde sein.
- Einwohner30.502
- Statuskreisangehörig
- KreisKreis Ennepe-Ruhr-Kreis
- BundeslandNordrhein-Westfalen
Wer ist zuständig?
Als kreisangehörige Kommune gibt Ennepetal die Bauaufsicht meist an die Kreisebene ab. Zuständig ist das Bauaufsicht oder Bauordnungsamt des Kreises Kreis Ennepe-Ruhr-Kreis; große Städte können eine eigene Zuständigkeit haben.
Ennepetal hat etwa 30.502 Einwohner. Die Verwaltung ist gut greifbar, was den Vorteil hat, dass sich Zuständigkeiten in einem Gespräch klären lassen. Der zuständige Kreis zählt rund 325.193 Einwohner, was die Größe der dortigen Bauaufsicht erklärt.
Landesrechtlich gilt in Nordrhein-Westfalen die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW). Zuständig für die Genehmigung sind Kreisfreie Städte, Große und Mittlere kreisangehörige Städte sowie Kreise. Das prägt auch die Bearbeitung von Anträgen aus Ennepetal. In Nordrhein-Westfalen sind die kreisfreien Städte sowie die Großen und Mittleren kreisangehörigen Städte untere Bauaufsichtsbehörde; für die übrigen Gemeinden ist der Kreis zuständig.
Wo die amtlichen Angaben stehen
Offizielle Quelle
Verbindliche Auskünfte erteilt die Behörde selbst. Die verlinkten Seiten werden nicht von uns betrieben.
Kurz eingeordnet
Für Bauantrag und Schriftverkehr sind diese Angaben zu Ennepetal nützlich:
- Postleitzahl58256
- Vorwahl0202, 02333
- Kfz-KennzeichenEN
Bauvorgänge im Überblick
Das Baurecht kennt mehrere typische Vorgänge mit eigenen Voraussetzungen. Diese Übersichten führen in die einzelnen ein.
Baugenehmigung
Die behördliche Erlaubnis, ein Bauvorhaben auszuführen, erteilt von der unteren Bauaufsichtsbehörde.
Mehr erfahrenBauantrag
Der förmliche Antrag, mit dem das Baugenehmigungsverfahren beim Bauamt eingeleitet wird.
Mehr erfahrenBauvoranfrage und Bauvorbescheid
Vorabklärung einzelner Fragen zur Zulässigkeit eines Vorhabens, bevor der volle Bauantrag gestellt wird.
Mehr erfahrenVerfahrensfreie Bauvorhaben
Vorhaben, die ohne Baugenehmigung errichtet werden dürfen, aber trotzdem dem Baurecht entsprechen müssen.
Mehr erfahrenBauabnahme und Bauüberwachung
Kontrollen der Bauaufsicht während und nach dem Bau, etwa Rohbau- und Schlussabnahme.
Mehr erfahrenAbbruch und Abrissgenehmigung
Der Rückbau von Gebäuden ist je nach Land anzeige- oder genehmigungspflichtig.
Mehr erfahrenSo läuft der Bauantrag
Vor dem vollen Antrag lohnt oft eine Bauvoranfrage bei die untere Bauaufsichtsbehörde des Kreis Ennepe-Ruhr-Kreis. Sie klärt die grundsätzliche Zulässigkeit und senkt das Risiko einer teuren Fehlplanung.
Ob sich ein Vorhaben einfügt, entscheidet im unbeplanten Innenbereich die nähere Umgebung. Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans zählen dessen Festsetzungen.
Was genehmigt werden muss
| Vorhaben | Genehmigung | Hinweis |
|---|---|---|
| Neubau eines Wohnhauses | in der Regel genehmigungspflichtig | Bauantrag über eine bauvorlageberechtigte Person |
| Anbau oder Aufstockung | meist genehmigungspflichtig | abhängig von Größe und Nutzung |
| Gartenhaus oder Geräteschuppen | oft verfahrensfrei bis zu einer bestimmten Größe | Grenze je Landesbauordnung unterschiedlich |
| Carport oder Garage | teils verfahrensfrei, teils genehmigungspflichtig | abhängig von Fläche und Grenzabstand |
| Terrassenüberdachung | häufig verfahrensfrei in Grenzen | Tiefe und Fläche entscheiden |
| Nutzungsänderung von Räumen | in der Regel genehmigungspflichtig | auch ohne bauliche Änderung möglich |
| Abbruch eines Gebäudes | je nach Land Anzeige oder Genehmigung | Kenntnisgabe oder Abbruchgenehmigung |
| Wintergarten | meist genehmigungspflichtig | Ausnahmen bei kleinen unbeheizten Bauten |
Ob Anzeige, Kenntnisgabe oder Genehmigung: Der konkrete Verfahrensweg unterscheidet sich je Bundesland. Diese Übersicht ersetzt keine Einzelfallauskunft.
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Was oft gefragt wird
Wo finde ich den Bebauungsplan für mein Grundstück?
Bebauungspläne führt die Standortgemeinde. Viele Kommunen stellen sie online im Geoportal bereit. Der Plan zeigt, was auf dem Grundstück zulässig ist.
Kann ich den Bauantrag digital stellen?
Immer mehr Länder bieten den digitalen Bauantrag über eigene Portale an. Ob das vor Ort möglich ist, steht auf dem Portal der zuständigen Behörde.
Brauche ich für mein Vorhaben überhaupt eine Genehmigung?
Das hängt vom Vorhaben ab. Neubauten sind in der Regel genehmigungspflichtig, kleine Gartenhäuser oft verfahrensfrei. Was verfahrensfrei ist, legt der Katalog der Landesbauordnung fest; im Zweifel gibt das Bauamt Auskunft.
Muss der Bauantrag von einem Architekten kommen?
Für genehmigungspflichtige Gebäude ist in aller Regel eine bauvorlageberechtigte Person nötig, meist eine Architektin oder ein Bauingenieur. Für kleinere Vorhaben lassen einige Länder erweiterte Kreise zu.
Wo stelle ich in Ennepetal einen Bauantrag?
Zuständig ist die untere Bauaufsichtsbehörde des Kreis Ennepe-Ruhr-Kreis. In vielen Ländern wird der Antrag zunächst bei der Standortgemeinde eingereicht, die ihn mit ihrem Einvernehmen weiterleitet. In kreisfreien Städten geht er direkt an das Bauamt.