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Bauamt Nordrhein-Westfalen

Bauamt Attendorn

Wer zum ersten Mal mit einem Bauamt zu tun hat, unterschätzt oft, wie stark die Zuständigkeit vom Wohnort und vom Status der Gemeinde abhängt. Für Attendorn ist die Zuordnung eindeutig, und sie entscheidet, wohin der Bauantrag gehört.

Kurze Antwort

Bauanträge aus Attendorn bearbeitet in der Regel Kreis Olpe als untere Bauaufsichtsbehörde.

  • Einwohner24.452
  • Statuskreisangehörig
  • KreisOlpe
  • BundeslandNordrhein-Westfalen

Welche Stelle entscheidet?

Der Kreis Olpe ist in der Regel untere Bauaufsichtsbehörde für Attendorn. Bauanträge werden dort bearbeitet und beschieden, sofern die Gemeinde nicht selbst Baurechtsbehörde ist.

In Attendorn leben rund 24.452 Menschen. In Mittelstädten ist die Bauverwaltung überschaubar; ob die Stadt selbst oder der Kreis entscheidet, hängt am Gemeindestatus und am Bundesland. Der zuständige Kreis zählt rund 134.439 Einwohner, was die Größe der dortigen Bauaufsicht erklärt.

Für Attendorn gilt das Bauordnungsrecht von Nordrhein-Westfalen, festgelegt in der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW). Die Genehmigung erteilen Kreisfreie Städte, Große und Mittlere kreisangehörige Städte sowie Kreise. In Nordrhein-Westfalen sind die kreisfreien Städte sowie die Großen und Mittleren kreisangehörigen Städte untere Bauaufsichtsbehörde; für die übrigen Gemeinden ist der Kreis zuständig.

Offizielle Quellen

Offizielle Quelle

Verbindliche Auskünfte erteilt die Behörde selbst. Die verlinkten Seiten werden nicht von uns betrieben.

Was das konkret bedeutet

Die Basisdaten zu Attendorn auf einen Blick:

  • Postleitzahl57439
  • Vorwahl02722
  • Kfz-KennzeichenOE

Was das Bauamt bearbeitet

Welcher Vorgang im Einzelfall passt, hängt am Vorhaben. Die folgenden Seiten erklären die wichtigsten Bauvorgänge im Detail.

Der Weg zur Genehmigung

Nach Eingang prüft die untere Bauaufsichtsbehörde des Kreis Olpe Planungsrecht und, je nach Verfahren, die bauordnungsrechtlichen Anforderungen. Am Ende steht die Genehmigung oder eine begründete Ablehnung.

Verfahrensfreiheit entbindet nicht von der Einhaltung des materiellen Rechts. Auch ohne Antrag müssen Abstandsflächen, Bebauungsplan und Satzungen beachtet werden.

Vorhaben und Genehmigungspflicht

Orientierung: Ist das Vorhaben in der Regel genehmigungspflichtig?
VorhabenGenehmigungHinweis
Neubau eines Wohnhausesin der Regel genehmigungspflichtigBauantrag über eine bauvorlageberechtigte Person
Anbau oder Aufstockungmeist genehmigungspflichtigabhängig von Größe und Nutzung
Gartenhaus oder Geräteschuppenoft verfahrensfrei bis zu einer bestimmten GrößeGrenze je Landesbauordnung unterschiedlich
Carport oder Garageteils verfahrensfrei, teils genehmigungspflichtigabhängig von Fläche und Grenzabstand
Terrassenüberdachunghäufig verfahrensfrei in GrenzenTiefe und Fläche entscheiden
Nutzungsänderung von Räumenin der Regel genehmigungspflichtigauch ohne bauliche Änderung möglich
Abbruch eines Gebäudesje nach Land Anzeige oder GenehmigungKenntnisgabe oder Abbruchgenehmigung
Wintergartenmeist genehmigungspflichtigAusnahmen bei kleinen unbeheizten Bauten

Die Tabelle zeigt typische Fälle. Schon geringe Überschreitungen von Maßen können die Genehmigungspflicht auslösen. Verbindlich ist die Auskunft der zuständigen Behörde.

Bauämter in der Umgebung

Fragen und Antworten

Brauche ich für mein Vorhaben überhaupt eine Genehmigung?

Das hängt vom Vorhaben ab. Neubauten sind in der Regel genehmigungspflichtig, kleine Gartenhäuser oft verfahrensfrei. Was verfahrensfrei ist, legt der Katalog der Landesbauordnung fest; im Zweifel gibt das Bauamt Auskunft.

Was ist beim Abriss zu beachten?

Je nach Landesbauordnung ist der Abbruch verfahrensfrei, anzeige- oder genehmigungspflichtig. Bei angebauten Gebäuden ist die Standsicherheit zu sichern, bei Denkmalen die Denkmalschutzbehörde zu beteiligen.

Was ist ein Schwarzbau?

Eine ohne erforderliche Genehmigung errichtete oder genehmigungswidrige bauliche Anlage. Ist sie materiell zulässig, kann sie nachträglich genehmigt werden; andernfalls drohen Nutzungsuntersagung und Rückbau.

Muss der Bauantrag von einem Architekten kommen?

Für genehmigungspflichtige Gebäude ist in aller Regel eine bauvorlageberechtigte Person nötig, meist eine Architektin oder ein Bauingenieur. Für kleinere Vorhaben lassen einige Länder erweiterte Kreise zu.

Kann ich den Bauantrag digital stellen?

Immer mehr Länder bieten den digitalen Bauantrag über eigene Portale an. Ob das vor Ort möglich ist, steht auf dem Portal der zuständigen Behörde.