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Bauamt Schleswig-Holstein

Bauamt Grömitz

Das öffentliche Baurecht folgt einer klaren Aufgabenteilung zwischen Land, Kreis und Gemeinde. Was das für Bauwillige in Grömitz praktisch heißt, steht in den folgenden Abschnitten.

Kurze Antwort

Zuständig für Grömitz ist meist die untere Bauaufsichtsbehörde des Kreis Ostholstein. Der Bauantrag läuft oft über die Standortgemeinde.

  • Einwohner7.257
  • Statuskreisangehörig
  • KreisOstholstein
  • BundeslandSchleswig-Holstein

Zuständigkeit auf einen Blick

Grömitz gehört zum Kreis Ostholstein. Dessen Bauaufsicht ist für Bauanträge zuständig, sofern die Gemeinde keine eigene Baurechtszuständigkeit hat. Die örtliche Verwaltung kann Anträge entgegennehmen; entschieden wird auf Kreisebene.

Grömitz hat rund 7.257 Einwohner. Für die meisten Bauvorhaben führt der Weg deshalb aus der Gemeinde heraus zur Kreisverwaltung. Insgesamt leben im Kreis Ostholstein etwa 200.581 Menschen.

Das Baurecht in Schleswig-Holstein regelt die Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO). Örtlich zuständig sind Kreise und kreisfreie Städte. Diese Aufgabenteilung entscheidet, wohin ein Bauantrag aus Grömitz am Ende geht. In Schleswig-Holstein sind die Kreise und die kreisfreien Städte untere Bauaufsichtsbehörde. Ämter und amtsangehörige Gemeinden dienen häufig als Annahmestelle.

Wo die amtlichen Angaben stehen

Offizielle Quelle

Verbindliche Auskünfte erteilt die Behörde selbst. Die verlinkten Seiten werden nicht von uns betrieben.

Einordnung

Zur Einordnung die wichtigsten Ortsdaten von Grömitz:

  • Postleitzahl23743
  • Vorwahl04562
  • Kfz-KennzeichenOH

Die wichtigsten Bauvorgänge

Je nach Vorhaben kommen unterschiedliche Verfahren in Betracht. Ein Überblick über die relevanten Bauvorgänge:

Antragstellung Schritt für Schritt

Der Weg beginnt mit den Bauvorlagen. Eine bauvorlageberechtigte Person erstellt Lageplan, Bauzeichnungen und Baubeschreibung; erst mit vollständigen Unterlagen beginnt die Prüfung bei die untere Bauaufsichtsbehörde des Kreis Ostholstein.

Ob sich ein Vorhaben einfügt, entscheidet im unbeplanten Innenbereich die nähere Umgebung. Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans zählen dessen Festsetzungen.

Was genehmigt werden muss

Orientierung: Ist das Vorhaben in der Regel genehmigungspflichtig?
VorhabenGenehmigungHinweis
Neubau eines Wohnhausesin der Regel genehmigungspflichtigBauantrag über eine bauvorlageberechtigte Person
Anbau oder Aufstockungmeist genehmigungspflichtigabhängig von Größe und Nutzung
Gartenhaus oder Geräteschuppenoft verfahrensfrei bis zu einer bestimmten GrößeGrenze je Landesbauordnung unterschiedlich
Carport oder Garageteils verfahrensfrei, teils genehmigungspflichtigabhängig von Fläche und Grenzabstand
Terrassenüberdachunghäufig verfahrensfrei in GrenzenTiefe und Fläche entscheiden
Nutzungsänderung von Räumenin der Regel genehmigungspflichtigauch ohne bauliche Änderung möglich
Abbruch eines Gebäudesje nach Land Anzeige oder GenehmigungKenntnisgabe oder Abbruchgenehmigung
Wintergartenmeist genehmigungspflichtigAusnahmen bei kleinen unbeheizten Bauten

Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei: Auch dann sind Abstandsflächen, Bebauungsplan und Satzungen einzuhalten. Im Zweifel gibt das Bauamt Auskunft.

Bauämter in der Umgebung

Was oft gefragt wird

Brauche ich für mein Vorhaben überhaupt eine Genehmigung?

Das hängt vom Vorhaben ab. Neubauten sind in der Regel genehmigungspflichtig, kleine Gartenhäuser oft verfahrensfrei. Was verfahrensfrei ist, legt der Katalog der Landesbauordnung fest; im Zweifel gibt das Bauamt Auskunft.

Was kostet eine Baugenehmigung?

Die Gebühr richtet sich in der Regel nach den Baukosten und liegt in der Größenordnung eines kleinen Prozentanteils der Bausumme. Die genaue Berechnung regelt die Gebührenordnung des Landes.

Wo stelle ich in Grömitz einen Bauantrag?

Zuständig ist die untere Bauaufsichtsbehörde des Kreis Ostholstein. In vielen Ländern wird der Antrag zunächst bei der Standortgemeinde eingereicht, die ihn mit ihrem Einvernehmen weiterleitet. In kreisfreien Städten geht er direkt an das Bauamt.

Was ist eine Bauvoranfrage und wann lohnt sie sich?

Mit der Bauvoranfrage lässt sich vorab verbindlich klären, ob ein Grundstück bebaubar ist. Der Bauvorbescheid bindet die Behörde für eine bestimmte Zeit. Bei unklarer Grundstückslage lohnt sie sich fast immer.

Was ist ein Schwarzbau?

Eine ohne erforderliche Genehmigung errichtete oder genehmigungswidrige bauliche Anlage. Ist sie materiell zulässig, kann sie nachträglich genehmigt werden; andernfalls drohen Nutzungsuntersagung und Rückbau.