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Bauamt Berlin

Bauamt Berlin

Ob Neubau, Anbau, Nutzungsänderung oder Abbruch: In Berlin hängt jedes dieser Vorhaben an einer bestimmten Behörde und an der Landesbauordnung. Diese Übersicht ordnet die Zuständigkeit ein.

Kurze Antwort

Für Bauanträge in Berlin ist die Stadt selbst zuständig. Sie ist kreisfreie Stadt und damit untere Bauaufsichtsbehörde.

  • Einwohner3.782.202
  • Statuskreisfrei
  • KreisBerlin
  • BundeslandBerlin

Welche Stelle entscheidet?

Berlin gehört zu den kreisfreien Städten. Damit liegt die gesamte Bauaufsicht bei der Stadt; zuständig ist das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt des Bezirksamts.

Mit rund 3.782.202 Einwohnern gehört Berlin zu den größten Städten Deutschlands. In dieser Größenordnung ist die Bauaufsicht ein eigener großer Apparat mit spezialisierten Bereichen für Wohnbau, Gewerbe, Denkmalschutz und Bauüberwachung.

Landesrechtlich gilt in Berlin die Bauordnung für Berlin (BauO Bln). Zuständig für die Genehmigung sind Die zwölf Bezirksämter. Das prägt auch die Bearbeitung von Anträgen aus Berlin. Berlin ist Einheitsgemeinde. Untere Bauaufsichtsbehörde ist das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt des jeweiligen Bezirksamts, nicht eine zentrale Landesstelle.

Offizielle Quellen

Offizielle Quelle

Verbindliche Auskünfte erteilt die Behörde selbst. Die verlinkten Seiten werden nicht von uns betrieben.

Einordnung

Zur Einordnung die wichtigsten Ortsdaten von Berlin:

  • Vorwahl030
  • Kfz-KennzeichenB

Die wichtigsten Bauvorgänge

Je nach Vorhaben kommen unterschiedliche Verfahren in Betracht. Ein Überblick über die relevanten Bauvorgänge:

Antragstellung Schritt für Schritt

Nach Eingang prüft das Bauamt der Stadt Planungsrecht und, je nach Verfahren, die bauordnungsrechtlichen Anforderungen. Am Ende steht die Genehmigung oder eine begründete Ablehnung.

Zwischen Gemeinde und Kreis darf niemand im Kreis geschickt werden. Wo der Antrag hingehört, richtet sich nach dem Gemeindestatus; die annehmende Stelle leitet weiter.

Genehmigung nötig?

Orientierung: Ist das Vorhaben in der Regel genehmigungspflichtig?
VorhabenGenehmigungHinweis
Neubau eines Wohnhausesin der Regel genehmigungspflichtigBauantrag über eine bauvorlageberechtigte Person
Anbau oder Aufstockungmeist genehmigungspflichtigabhängig von Größe und Nutzung
Gartenhaus oder Geräteschuppenoft verfahrensfrei bis zu einer bestimmten GrößeGrenze je Landesbauordnung unterschiedlich
Carport oder Garageteils verfahrensfrei, teils genehmigungspflichtigabhängig von Fläche und Grenzabstand
Terrassenüberdachunghäufig verfahrensfrei in GrenzenTiefe und Fläche entscheiden
Nutzungsänderung von Räumenin der Regel genehmigungspflichtigauch ohne bauliche Änderung möglich
Abbruch eines Gebäudesje nach Land Anzeige oder GenehmigungKenntnisgabe oder Abbruchgenehmigung
Wintergartenmeist genehmigungspflichtigAusnahmen bei kleinen unbeheizten Bauten

Die Einordnung dient nur der Orientierung. Die genauen Grenzen, etwa Größe und Grenzabstand, legt der Verfahrensfreiheitskatalog des Landes fest.

Nachbarorte

Was oft gefragt wird

Was passiert, wenn mein Bauantrag abgelehnt wird?

Gegen den Bescheid ist meist innerhalb eines Monats Widerspruch möglich; die Rechtsbehelfsbelehrung sagt, wie. Oft ist die Anpassung der Planung der schnellere Weg als der Streit.

Wie lange dauert die Baugenehmigung?

Eine bundesweit einheitliche Frist gibt es nicht. Die Dauer hängt von Verfahren, Vorhaben und Vollständigkeit der Unterlagen ab. Vollständige Vorlagen und eine vorherige Bauvoranfrage verkürzen den Weg.

Muss der Bauantrag von einem Architekten kommen?

Für genehmigungspflichtige Gebäude ist in aller Regel eine bauvorlageberechtigte Person nötig, meist eine Architektin oder ein Bauingenieur. Für kleinere Vorhaben lassen einige Länder erweiterte Kreise zu.

Ist ein Gartenhaus in Berlin genehmigungsfrei?

Kleine Gartenhäuser sind oft verfahrensfrei, aber nur bis zu einer landesabhängigen Größe und nur, wenn Abstandsflächen und Bebauungsplan eingehalten werden. Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei.

Brauche ich für eine Nutzungsänderung eine Genehmigung?

Häufig ja, selbst ohne Umbau. Die Genehmigungspflicht knüpft an die geänderte Nutzung an, weil dafür andere Anforderungen gelten können, etwa an Brandschutz und Stellplätze.